Olympische Rückblende 2018.199

Tree and Cloud, Serie 2018 Nr. 6 - Europaschutzgebiet Traun-Donau Auen, dp, Austria. 2018Bright, Serie 2018 Nr. 5 - Europaschutzgebiet Traun-Donau Auen, dp, Austria. 2018Reed - Black and White, Serie 2018 Nr. 4 - Europaschutzgebiet Traun-Donau Auen, dp, Austria. 2018


Nein, diese Rückblende hat nichts mit Olympia in Griechenland oder mit den letzten olympischen Winterspielen in Pyeongchang (Südkorea) zu tun. Es geht dabei um die Tatsache, dass ich nunmehr fast einem 1
1/2 Jahre in digitaler Hinsicht nur mehr mit einer Olympus m4/3 Kamera fotografiere. Laut Webseite von Olympus ist die Kamera für den „kreativen Enthusiasten“. Na kreativ bin ich ja auf alle Fälle, oder nicht?

Ein Blick in meine kameratechnische Vergangenheit zeigt Apple, Olympus, Minolta, Nikon und jetzt wieder Olympus. Der Kreis schliesst sich zwar nicht ganz damit, da ja Apple keine Kameras mehr produziert, aber immerhin doch fast. Man fragt sich natürlich, was bringt jemanden wie mich, dessen vorletzte Kamera eine KB-Digital (vulgo Vollformat) mit satten 36MP dazu, eine im Vergleich dazu in allen Belangen wirklich kleine Kamera mit viel weniger Pixel-Auflösung zu nutzen. Wären die 36MP nicht in jeder Hinsicht besser?

Keine Ahnung, ehrlich! Den direkten Vergleich habe ich nie gemacht. Hat mich ehrlich auch nicht wirklich interessiert. Klar, mit 36MP druckt es sich größer und beschneidet es sich leichter. Doch wie oft habe ich wirklich einen z.B. 60x90cm Print benötigt? Meine derzeitige Fotografie hat sich ja sowieso dahingehend verändert, dass ich ja auch extrem gesehen bei meinen eignen Fotografien mit einem A4 Drucker auskommen würde.

Ob jetzt eine KB-Digitale (vulgo Vollformat) weniger Bildrauschen produziert ist mir eigentlich vollkommen egal. Diesen Vergleich habe ich nicht gemacht, eben weil es für mich nicht wirklich wichtig ist. Passt das Bild für mich, dann darf es auch mal bei höheren ISO-Einstellungen rauschen. Durchsichtiges Korn gibt es ja im Schnapsladen um die Ecke.

Ehrlich, der Fotoapparat meiner vergangenen Kamera-Träume war eben jene 36MP KB-Digitale. Warum also, digital nur mehr die Olympus? Um es gleich mal vorwegzunehmen, das geringe Gewicht war nicht der Hauptgrund, warum ich meinen 36MP-Boliden seit fast einem Jahr in eine Holzkiste verbannt habe.

Es war die Tatsache, dass die Olympus mich so ganz ohne Probleme bei der Quadratur meiner digitalen Fotografie unterstützt hat und immer noch tut. Bevor jetzt jemand laut schreit, ich weiss, es gibt auch anderer Kameramarken, die das (mittlerweile) auch können. Doch das war nicht der Punkt für mich. Meine 36MP konnte es nicht, bei der Olympus lies es sich dazu noch ganz leicht einstellen. Das wars eigentlich. Für so manchen wahrscheinlich ein irrwitziger Grund. Aber ich bin ja sowieso der Meinung, dass die Auswahl eines Kamera-Systems bei vielen von uns, mehr oder weniger irrational abläuft.

Wie die meisten in den letzten Jahren erhältlichen Kameras, kann die Olympus natürlich was mich anbelangt viel zu viel. LiveTime, LiveComposite und wie die vielen schönen Dinge alle heissen habe ich, wenn ich ganz ehrlich bin, noch nicht wirklich „ernsthaft“ benutzt.

Meine Fotos werden eigentlich ausschliesslich im Format 1:1 gemacht, die Display-Wiedergabe steht ausschliesslich auf Monoton - also Schwarz-Weiss, der Verschluss ist auf elektronisch gestellt und natürlich ist das Datei-Format meiner Wahl das RAW-Format. Da ich fast immer vom Stativ weg fotografiere, ist der IS (Bild-Stabilisator) auch immer ausgeschaltet. Der Rest der Bedienelemente wie Auslöser, Zeit/Blenden-Räder und der Start des AF ist so eingestellt, wie ich es immer von meiner KB-Digitalen (vulgo Vollformat) gewohnt war.

Enorm hilfreich ist das dreh- und schwenkbare Display. Das Live-Histogramm und die Live-Überbelichtungsanzeige sind digital auch total wichtig für mich und auf der Olympus auch gut ablesbar. Eine Sache, die mich vor einigen Jahren noch massiv gestört hätte, wäre der elektronische Sucher gewesen, dass hat sich mittlerweile geändert und das Arbeiten mit dem EVF klappt bestens. Wobei ich gestehen muss, zu 99% verwende ich ja das dreh- und schwenkbare Display beim Fotografieren.

The river enns - Study November 2017 , Region Nationalpark Gesäuse,  Austria.  2017 - Herbert Koeppel FineArt Photography and Workshops Mountaintrees , Region Nationalpark Gesäuse,  Austria.  2017 - Herbert Koeppel FineArt Photography and Workshops Autumn leafs , Region Nationalpark Gesäuse,  Austria.  2017  - Herbert Koeppel FineArt Photography and Workshops


Um es deutlich zu sagen. Aus technischer Sicht hätte ich alles das, was ich so in den letzten 1
1/2 Jahren fotografiert habe auch mit jeder anderen Kamera fotografieren können. Doch der neuerliche Kontakt mit den Gerät von Olympus kam gerade zur rechten Zeit. Ich wollte Veränderung in meiner Fotografie und die Kamera hat mir einfach nur dabei geholfen. Einige, für andere eventuell banale Möglichkeiten der Kamera, haben mich und meine Fotografie voll unterstützt.

Selbstverständlich gibt es auch die eine oder andere Schattenseite. Da ich kein Fotograf mehr bin, der das Menü einer Kamera bis ins letzte auswendig kennt, hatte ich da schon auch einige leicht genervte Momente beim Umstellen und Einstellen von irgendwelchen Optionen. Wie gesagt, von meiner Warte aus können diese Kameras einfach zu viel, das merkt man besonders in den Untiefen der Menüs und deren wirklich vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten.

Um trotzdem auch das Gewicht noch zu erwähnen. Es ist schon erstaunlich, wie man in einem Rucksack die Brennweiten von 14mm bis über 800mm, alles aufs Vulgo-Format, bezogen unterbringt. Man kann damit sogar den ganzen Tag auf den Beinen sein, ohne hinterher gleich einen Reha-Aufenthalt in einer orthopädischen Klinik zu benötigen.

Nun, auch für Alle, die es nicht wahrhaben wollen. Die Arbeit mit der Olympus hat mir wieder sehr deutlich vor Augen geführt, dass man für gute Fotografie kein hochgezüchtetes, teures und auch schweres Gerät benötigt. Jedenfalls tut es meiner persönlichen Fotografie doch recht gut, dass zumindest digital die Ausrüstung minimaler geworden ist.

Falls jetzt jemand denkt „ja, aber die kann das und das nicht“ , „hat keine 45MP“ , „hat keinen Vulgo-Format-Sensor“ usw, usw. ja das wird alles irgendwo stimmen. Aber ehrlich kein einziger Käufer meiner Prints hat mich in den letzten zwei Jahren gefragt „He, mit welcher Kamera hast Du denn dieses Foto gemacht? Ich hoffe mit einer Vulgo-Format Kamera, oder?“

Wer es noch nicht weiss, bzw. wer es jetzt unbedingt wissen möchte, welche Olympus ich verwendet, der kann sich ja bei mir melden.

Nachtrag: Nachdem mich Willi, ein Linzer Fotograf darauf hinweisen wollte, dass er hofft, dass die Bilddarstellung am Display nach dem Umstellen "Monochrom" ist und nicht "Monoton" wollte ich noch mal klarstellen, die Einstellung heisst tatsächlich "Monoton". Monoton im Sinne von FAD sind die Bilder aber dann nicht ;..-)



Gut Licht & Happy Printing
Eurer Herbert

Alle bisherigen Rückblenden...

PS: Wer von Euch rausfindet, welches meiner Fotografien im Print-Portfolio, das erste für mich besondere mit der Olympus gemachte Foto war, darf sich wieder einen meiner Prints aus dem
Print-Portfolio aussuchen. Wer mir bis nächsten Mittwoch, den 25.7.2018 den richtigen Tipp schickt bekommt dann den ausgesuchten Print von mir.

Texthinweis: Dieser und andere Texte stellen meine ganz persönliche Meinung dar und drehen sich um Dinge, die mich im Rahmen der Fotografie beschäftigen und werden von mir immer absolut subjektiv wiedergegeben. Klar dabei ist, dass weder ich, noch irgendjemand anderer einen Anspruch auf die ultimative Wahrheit hat.

herbert-koeppel-fineart-photography-and-workshops-herbertkoeppel-com-naturfotoworkshop-at-_5050002-2734-gherbert-koeppel-fineart-photography-and-workshops-herbertkoeppel-com-naturfotoworkshop-at-_5050013-2730-2748-gherbert-koeppel-fineart-photography-and-workshops-herbertkoeppel-com-naturfotoworkshop-at-_5050014-2746-g

blog comments powered by Disqus