Es ist keine Kunst, es ist einfach nur Photographie…


Fotografische Nebenprodukte / photographic by-products

Vor etwas mehr als einem Jahr hatte ich meine bisherigen Bildergebnisse meines fotografischen Normandie-Projekts von der Website genommen. Da zum damaligen Zeitpunkt das Projekt noch lange nicht abgeschlossen war, wollte ich meine Bilder einfach nicht mehr „online“ vorab „verheizen“. Bis zum Abschluss der Arbeiten an diesem Projekt sollte es einfach keine Arbeiten mehr davon „online“ zu sehen geben.

Von den insgesamt fünf geplanten Reise nach Frankreich, konnte ich bis dato drei realisieren. Eine fotografische Tour ist noch ausständig, danach gibt es eine Ausstellung meiner Arbeiten im Landungsgebiet der Alliierten Truppen von 1944. Bis dahin, dauert es aber noch etwas mehr als zwei Jahre.

Neben der fotografischen Arbeiten an meinen Projekt sind aber immer wieder auch andere Aufnahmen auf meiner Reise durch Frankreich entstanden. Um diese fotografischen Nebenprodukte geht es mir im Moment. Aufnahmen, die manchmal örtlich überhaupt nichts mit der eigentlichen Thematik zu tun haben, aber auch hin und wird an den Orten der Ereignisse vom 6. Juni entstanden sind, denen man aber eigentlich diesen Zusammenhang gar nicht ansieht.

Zumindest nicht ohne weitere Erklärung.

Nicht alle von diesen fotografischen Nebenprodukten, aber einige werden nun in nächster Zeit nach und nach ihren Weg ins „Bild Archiv“ auf der Website finden.

Reims
Den Anfang machen Fotografien, die nach der ersten Übernachtung in Frankreich entstanden sind. Tags zuvor hatten wir auf österreichischen, deutschen und französischen Strassen gut 1000km zurückgelegt. Nach einer ordentlichen Menge Schlaf zog es mich aber am nächsten Morgen noch vor dem Frühstück zum Fotografieren raus. Plan hatte ich dabei keinen. Wie so oft, wollte ich mich einfach überraschen lassen, welche Dinge mir so begegnen.

Letztendlich bin ich dann im Umkreis der Kathedrale von Reims gelandet. Reims, die Stadt selbst stand eigentlich seit der Zeit der Römer immer wieder im Fokus der Geschichte. Jeanne d’Arc ist vielen ein Begriff und der Ort hat ja auch einen direkten Bezug zu meinem Projekt in der Normandie.

Wurde hier doch am 7.5.1945 von der deutschen Wehrmacht die bedingungslose Kapitulation unterzeichnet.

Vor mehr als zehn Jahren hätte ich mich noch ernsthaft gefragt, was ich den an einem frühen Morgen eigentlich in einer Stadt fotografieren sollte. Meine Erfahrungswelt hatte sich aber diesbezüglich durch ein architektonisches Foto-Projekt in Linz verändert. Mit klassischer Architekturfotografie kann ich heute noch nichts anfangen, aber Close-Ups von Gebäuden, die mich ansprechen machen ich seit dem immer wieder gerne. So auch an diesem Morgen an der Kathedrale von Reims.

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An diesen Morgen stachen mir die vielen unterschiedlichen Wasserspeier, die Gargoyles ins Auge.

Jede dieser fantastisch aussehenden Speier hat eine andere Gestalt und Form. Wie Fabelwesen aus längst vergangen Zeiten, eingefroren in der Zeit starren sie unentwegt seit Jahrhunderten auf die unten am Vorplatz der Kathedrale herumwuselnden Menschen.

Unweigerlich wurde ich an die Gargoyles aus dem Fantasy-Actionfilm „I, Frankenstein“ erinnert. Die Gargoyles in diesem Film werden ja lebendig. Bei meinen Wasserspeiern rührte sich allerdings nicht viel. Starr und unbeweglich haben sie sich von mir an diesem Morgen ohne Gegenwehr fotografieren lassen.

Der kurze fotografische Trip am frühen Morgen dauerte nicht lange. Nach gut einer Stunde stellte sich der Hunger nach dem Frühstück ein. Trotzdem haben mich diese Figuren, obwohl ich noch hunderte Kilometer von meinem eigentlich Ziel in Frankreich entfernt war, fotografisch in Frankreich ankommen lassen.

Nachtrag (22.11.2022)
Die Prints der Fotografien, die in Reims entstanden sind, können ab sofort bei mir direkt bestellt werden und sind auch in den nächsten Tagen der Tummelplatz Galerie erhältlich.

engl.
A little over a year ago I had removed my previous image results from my Normandy photographic project from the website. Since the project was far from over at that point in time, I simply didn't want to "burn" my pictures "online" in advance. Until the work on this project is completed, there should simply be no more work to be seen “online”.

So far I have been able to realize three of the five planned trips to France. A photographic tour is still pending, after which there will be an exhibition of my work in the Allied landing area of ​​1944. Until then, it will take a little over two years.

In addition to the photographic work on my project, other pictures have also been taken on my trip through France. At the moment I am concerned with these photographic by-products. Images that sometimes have nothing at all to do with the actual topic, but also occasionally were taken at the locations of the events of June 6, but which actually do not show this connection at all.

Reims It starts with photographs taken after the first overnight stay in France. The day before we had covered a good 1000km on Austrian, German and French roads. After a decent amount of sleep, I was drawn out to take pictures the next morning before breakfast. I didn't have a plan. As so often, I just wanted to be surprised by the things I encounter.

Eventually I ended up around Reims Cathedral. Reims, the city itself, has been in the focus of history since Roman times. Joan of Arc is known to many and the place has a direct connection to my project in Normandy.

The German Wehrmacht signed the unconditional surrender here on May 7th, 1945.

More than ten years ago I would have seriously asked myself what I should actually photograph in a city on an early morning. However, my world of experience had changed in this regard through an architectural photo project in Linz. I can't do anything with classic architectural photography today, but since then I've always liked to take close-ups of buildings that appeal to me. This was also the case this morning at Reims Cathedral.

Not all of these photographic by-products, but some will gradually find their way into the 'Image Archive' on the website in the near future.

This morning I was struck by the many different gargoyles. Each of these fantastic looking spears has a different shape and form. Like mythical creatures from times long past, frozen in time, they have been staring at the people scurrying about below in the forecourt of the cathedral for centuries.

I was inevitably reminded of the gargoyles from the fantasy action film I, Frankenstein. The gargoyles in this movie come alive. My gargoyles didn't stir much, though. Rigid and immobile, they let me photograph them that morning without resistance.

The short early morning photographic trip didn't last long. After a good hour, the hunger for breakfast set in. Nevertheless, these figures made me photographically arrive in France, even though I was still hundreds of kilometers away from my actual destination in France.

Addendum (11/22/2022)
The prints of the photographs that were taken in Reims can now be ordered directly from me and will also be available at the Tummelplatz gallery in the next few days.


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