Es ist keine Kunst, es ist einfach nur Photographie...

Zurück an der Taugl #1

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Nach 16monatiger Taugl Abstinenz ist es für mich, sofern die Situation rund um den Corona-Virus nicht wirklich eskaliert, wieder so weit. Die Taugl rückt nun wieder in meinen fotografischen Fokus. Rund um den 1. April, also in gut 21 Tagen, sofern die Umstände es wie gesagt zulassen, mache ich mich wieder auf die Motivsuche an diesem wilden Fluss im Tennengau. In den zehn Jahren zwischen 2008 und 2018 gab es Jahre, in denen ich teilweise bis zu fünf mal in dieser wilden Flusslandschaft unterwegs war. In dieser Zeit bin ich nicht nur einmal gefragt worden, was ich denn dort immer wieder zum Fotografieren finde. Einzelne Tage, Wochenenden und auch ganze Wochen hatte ich diesen zehn Jahren dort immer wieder verbracht.

Waren es zu Anfang noch meine Workshops, die mich immer wieder in regelmässigen Abständen dort hin brachten, so kamen über die Jahre auch diverse eigene fotografisch motivierte Erkundungstouren dazu. Neben den leicht erreichbaren Fotospots, sowie den am bekanntestes Seitenbach der Taugl, dem Davidgraben fand ich über die Jahre im Rahmen meiner eigenen Touren dort immer wieder neue und interessante Plätze. Plätze, die nicht minder interessant waren als der Hotspot Davidgraben.

Nicht nur für mich, sondern auch für die meisten meiner Teilnehmer* waren das oft große Abenteuer mit Fotoausrüstung und Wathose. Rückblickend wundert es mich, dass ich selbst bis auf Kleinzeug (Filter, Adapterringe etc.) nie meine Ausrüstung in der Taugl oder einer ihrer Seitenbäche versenkt hatte.

Seit Dezember 2018 hatte die Taugl allerdings bei mir Pause. Zu allererst brauchte ich selbst etwas Abstand von dieser Landschaft um zu einem späteren Zeitpunkt wieder einen frischer Blick darauf werfen zu können. Aus diesem Grund gab es während dieser Zeit auch keine Workshop-Termine von mir dort. Ein weiterer Grund war für mich aus das Gefühl, dass die Gegend mittlerweile von einzelnen Fotografen und anderen Workshopanbietern etwas überlaufen war. Es war einfach Zeit für mich, die Taugl eine Zeit lang einfach rinnen zu lassen und zu einem späteren Zeitpunkt wiederzukommen.

Im Laufe dieser zehn Jahre bin ich mit einer großen Anzahl von Fotografen* im Rahmen von Workshops dort unterwegs gewesen. Die meisten davon, waren nur ein einziges Mal in dieser wilden Flusslandschaft zu Besuch. Einige aber, die mit mir dort im Rahmen eines Workshops unterwegs waren sind allerdings öfter dorthin zum fotografieren zurückgekehrt. In meiner Welt der Fotografie und in meinem Verständnis war mir immer klar, dass ein einzelner Besuch selten die Bilder hervorbringt, die die Handschrift des jeweiligen Fotografen zeigt. Bei vielen entstanden beim ersten Besuch die Bilder, die man aus dem Internet kannte, und mit denen man auf der sicheren Seite war. Fotografische Experimente wagte eigentlich so gut wie keiner beim ersten Besuch.

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Doch einen Ort, eine Landschaft immer wieder zu besuchen hat Auswirkungen auf das eigene Sehen und letztendlich auf die eigenen fotografischen Arbeiten. An meinen eigenen Arbeiten konnte ich das am besten erkennen und nachvollziehen. Durch meine vielen Besuche an der Taugl spiegelte sich meine eigene Entwicklung in der Fotografie in meinen Bildern wieder.

Das war letztendlich auch die Motivation für mich, die Landschaft der Taugl in mein privatissimum365-Programm aufzunehmen. Die Taugl, das Wasser und die felsige Landschaft sollte die fotografische Kulisse für eine ca. 12 monatige fotografische Auseinandersetzung für einen einzelnen Teilnehmer des Taugl-Privatissimums werden. An vier verlängerten Wochenende im Jahr sollte jeweils ein einziger Teilnehmer die Gelegenheit haben, mit mir gemeinsam einen ganz individuellen Blick auf Wasser und Felsen zu entwicklen.

Nun, so die gesundheitliche Situation in Österreich aufgrund des Corona-Virus nicht eskaliert, findet in knapp drei Wochen das erste verlängerte Wochenende im Rahmen eines Tauge-Privatissimums statt.

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Wolfgang einer meiner Workshop-Teilnehmer* in den letzten Jahren wird nun innerhalb des nächsten Jahres einen intensiveren und längeren Blick auf diese Flusslandschaft im Tennengau werfen. Bemerkenswert dabei finde ich, dass Wolfgang in den letzten Jahren schon mehrmals im Rahmen von Workshops an der Taugl fotografieren war und trotzdem den Entschluss gefasst hat, sich diesen Motiven wieder und über einen längeren Zeitraum erneut zu widmen. Wolfgang und ich werden dabei wahrscheinlich wieder das eine oder andere Abenteuer zu bestehen haben, sowie uns und unserer fotografischen Ausrüstung den einen oder anderen Stresstest bescheren.

Neben diesem privatissimum würde ich gerne an der Taugl wieder einen oder zwei weitere reguläre Workshop-Termine anbieten. Aufgrund der terminlichen Umstände in diesem Jahr, werden diese aber zweimal unter der Woche und einmal an einem verlängertem Wochenende statt finden.

Da die Taugl für mich wieder in den Fokus rückt, meine Batterien für einen frischen Blick auf diese Landschaft wieder aufgeladen sind möchte ich mich in den nächsten Wochen noch etwas durch mein Archivmaterial arbeiten.

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Meine derzeitiges PrintArchiv->Taugl zeigt ja nur einen Bruchteil meiner Arbeiten, die in den zehn Jahren zwischen 2008 und 2018 dort entstanden sind. Ich denke in Punkto Schwarz/Weiss und dem Quadrat werde ich da mit Sicherheit im Archiv noch Fotografien finden, die es wert sind hergezeigt zu werden.

Jedenfalls freue ich mich selbst schon wieder darauf, die Taugl erneut zu erkunden und mit frischerem Blick, neuen Erkenntnissen zu meiner eigenen Fotografie und mit anderen Fotografen* dort unterwegs zu sein.

Euer Herbert

UPDATE: Wie eigentlich zu erwarten war, haben sich die Massnahmen im Bezug auf Corona auch hier bei uns verschärft. So leid es mir tut, aber das erste p365-Taugl-Wochenende wird noch auf sich warten lassen müssen.


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