Strenge, penible Sachdokumentationen im Makro- bis Mikrobereich waren zu der Zeit sein fotografischer Alltag - inklusive ausgiebiger „Dunkelkammer-Pritschlereien“, wie er es selbstironisch ausdrückte. Visuell ließ er sich aber nicht nur an die Natur- und Makrofotografie fesseln, die dabei erworbenen Ansprüche bzw. Vorlieben an Klarheit und Schärfe konnte er aber bis zuletzt nicht verleugnen. Er fasste zum einen Photographie als aufgabenbezogene Dokumentation und zum anderen als spontane Interaktion auf.
Er war seit jeher ein großer Fan der kleinen Dinge, verbunden mit einer Schwäche für „Mauerblümchen-Motive“, jene unscheinbaren Bilder, die jeder wahrnimmt, aber zugleich meist übersieht. Wobei alles relativ ist – bei ihm konnten „die kleinen Dinge“ mitunter auch ganze Häuser sein. Er sah die Photographie als eine Möglichkeit, einen Rahmen zu bauen, diesen zu gestalten – für Dinge, Objekte oder Menschen.
Im Laufe der Zeit ergaben sich bei ihm verschiedene Interessensschwerpunkte, wie etwa in den letzten beiden Jahrzehnten ein Bildprojekt zu historischen Architektureigenheiten. Das Interesse an der Natur- und Makrofotografie hat ihn allerdings immer begleitet, biologisch ausgedrückt blieb „in der Wolle gefärbt eben immer in der Wolle gefärbt....“
Er veröffentlichte diverse Publikationen, darunter der Kosmos-Naturführer „Unsere Heuschrecken“.