11.02.2026 | Herbert Koeppel (Fotografie und Text)
In einer Welt, in der Fotografien oft laut und überladen wirken, sucht diese Serie die Stille. Die Aufnahmen reduzieren die Landschaft auf ihre elementarsten Bestandteile: schwarze Linien auf weißem Grund.
Es sind Gräser im Schnee – grafische Notationen der Natur. Der Winter hat diese Halme geformt und in Positionen gebracht, die an japanische Tuschezeichnungen oder eine vergessene Schrift erinnern. Jedes Bild ist eine Übung in der Kunst des Weglassens – eine Einladung, in der Leere nicht den Mangel, sondern die Ruhe zu finden.
Eigentlich sind starre Limitierungen nicht mein Ding. Doch diese Serie ist anders, sie gehört dem Winter und der Stille. So wie die ersten warmen Sonnenstrahlen des Frühlings den Winter verabschieden, wird auch diese Serie wieder verschwinden. Ich habe mich entschieden, die „Winter-Kalligrafie“ nur für eine kurze Zeitspanne anzubieten – als Echo auf die Vergänglichkeit der Natur.
Mit dem Ende des Winters und kurz nach dem diesjährigen kalendarischen Frühlingsbeginn schließt sich dieses Kapitel. Was bleibt, sind die Drucke, die bis dahin ihren Weg zu euch gefunden haben. Danach wird die Serie nicht mehr als Print erhältlich sein.
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