12-01-2026 | (Text Herbert Koeppel, Foto: Fotograf:In umbekannt, Abgebildet "Gretl")
Analoge Fotografie hat etwas, das der modernen Technik fehlt: das Überraschungsmoment.
Dieses ist, wenn man alte Fotografien sammelt – gerade in Form von Negativen oder, wie hier, in Form von alten Glasplattennegativen –, noch um ein Vielfaches größer, als wenn man selbst analog fotografiert.
Diese Fundstücke einer vor mehr als hundert Jahren von einem unbekannten Fotografen auf 12×16cm und 9×12cm Glasplattennegativen abgebildeten jungen Frau sind für mich ein absoluter Glücksfall.
Nicht nur, dass die Glasplattennegative in relativ gutem Zustand waren – nein, es sind auch absolut schöne Fotografien. Unweigerlich fragt man sich, was wohl aus ihr geworden ist – wie ihr Leben am Vorabend des Ersten Weltkrieges und während der Zwischenkriegszeit wohl verlaufen ist. Was sie wohl alles erlebt und wie lange sie gelebt hat.
Selten ist wohl auch, dass man den Namen, zumindest den Vornamen, einer auf alten fotografischen Fundstücken abgebildeten Person erfährt. Hier war im Konvolut eine der Boxen mit „Gretl“ beschriftet – somit gibt es zumindest einen Vornamen zu dem Gesicht einer trotzdem weitgehend anonymen jungen Frau aus einer längst vergangenen Zeit.
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