Es ist keine Kunst, es ist einfach nur Photographie...


Gutes Neues Jahr 2022

Schluss aus und vorbei, der letzte Tage aus 2021 hat ein absehbares Ende und somit auch das Kalenderjahr.

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Morgen um diese Zeit ist der erste Tage im Neuen Jahr schon wieder gute 10 Stunden alt. Im nächsten Jahr wird mit Sicherheit alles anders werden, nichts wird sich wiederholen und jeder Sonnenaufgang bringt einen neuen Tag und neue Dinge zum Vorschein. Auch wenn es manchmal den Anschein hat, alles wiederholt sich immer und immer wieder, so hat doch jede Situation einen großen Anteil an Einzigartigkeit.

Diese Einzigartigkeit des Augenblicks ist es, den wir immer übersehen und den wir sehr oft ganz und gar nicht bemerken.

Ich muss dabei immer an folgende ZEN-Erzählung denken.
Ein Schüler in einem Zen-Kloster bittet um Unterweisung von Meister. Der Meister fragt ihn darauf "Hast Du schon gefrühstückt? Der Schüler antwortet mit "Ja". Der Meister daraufhin "Gut, dann geh und reinige Deine Eßschalen!".

Was wollte der Meister damit ausdrücken?
Ich denke es ging darum dem Schüler zu Ausdruck zu bringen, dass er egal was er gerade tut, egal mit wem er es gerade zu tun hat, er immer mittendrin in der Wirklichkeit steht. Das er immer dort sein sollte, wo er gerade ist und nicht mit den Gedanken schon wieder weit, weit weg zu sein.

Das "Hier und Jetzt" ist in den letzten Jahren ein vielstrapazierter Begriff und für viele wahrscheinlich auch schon sehr abgenützt. Mir ist erst mit der Beschäftigung mit Zen klar geworden, dass diese kleinen Punkte in der Zeit, die man mit "Hier und Jetzt" beschreibt, eigentlich die einzige Zeit ist, die man wirklich erlebt und hat. Die Vergangenheit existiert in vielen Dingen nur in unseren Köpfen, wenn auch meist mit Auswirkungen auf das "Hier und Jetzt". In der Vergangenheit zu leben, bedeutet eigentlich nicht zu leben.

Die Zukunft, von der sich so viele ein besseres Leben erhoffen, ist in jedem Moment nur ein gedankliches Konstrukt. Sehr oft nicht mehr als eine Wunschvorstellung. Man kann es auch mit Worten Yoda´s sagen "Schwer zu sehen, in ständiger Bewegung die Zukunft ist."

Diese Tage, diese Jahreszeit wird von vielen gefüllt mit neuen Vorsätzen für das kommende Jahr. Manche werden begonnen, manche werden eine zeitlang durchgehalten, wenige schaffen eine dauerhafte Verhaltensänderung. Die meisten schaffen es keine 21 Tage einen Vorsatz durchzuhalten. Das ist alles in Ordnung und sollte niemanden davon abhalten, sich den einen oder anderen Vorsatz auch vorzunehmen. Erst in der Rückschau wird sich zeigen, was geklappt hat und was nicht.

Wenn ich mir einen Vorsatz für das kommende Jahr vornehme, dann den, dass ich meine "Eßschalen reinige".

In diesem Sinne wünsche ich Euch noch ein Gutes Neues Jahr und einen gemütlichen Rutsch nach 2022.


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